Hilfe zur Selbsthilfe bei Traumafolgestörungen

Übungen zur Selbsthilfe

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Wenn Sie unter Traumafolgestörungen leiden, oder sich in einer Lebenskrise befinden, ist es sinnvoll und hilfreich sich traumatherapeutisch begleiten zu lassen. Falls Sie auf der Suche nach einer Therapeutin sind und momentan noch keine Begleitung haben, können die folgenden Übungen eine erste Möglichkeit zur Selbsthilfe sein. Wenn Sie sich mit einer Übung überfordert fühlen, brechen Sie die Übungen sofort ab und reorientieren Sie sich im Raum und in der Gegenwart.

Techniken zur Reorientierung 

  • nehmen Sie den Boden unter Ihren Füßen bewusst wahr
  • spüren Sie, dass die Erde Sie trägt
  • stampfen Sie mit den Füssen, bewegen Sie sich
  • klopfen Sie sich fest ab
  • streichen Sie Belastendes vom Körper ab
  • sehen Sie sich im Raum um und beschreiben Sie bewusst, welche Gegenstände Sie wahrnehmen
  • sprechen Sie die Namen der Gegenstände laut aus
  • berühren und zählen Sie die Gegenstände

Selbstfürsorge –  tut gut und kann man (wieder) lernen

  • sehen Sie sich Bilder vom Lieblingsurlaub an
  • entzünden Sie eine Duftlampe mit Ihrem Lieblingsduft
  • hören Sie Ihre Lieblingsmusik
  • machen Sie einen Spaziergang in schöner Umgebung
  • bewegen Sie sich – Sport, Gymnastik und Tanzen macht Spaß
  • verwöhnen Sie sich mit einer duftenden Körpercreme
  • wenn Sie es gewohnt sind können Sie eine Fantasiereise machen
  • nehmen Sie ein beruhigendes Bad mit ätherischen Ölen
  • verabreden Sie sich mit einer guten Freundin/Freund
  • eine Wärmflasche kann wunderbar sein
  • lesen Sie ein Lieblingsgedicht
  • bereiten Sie sich Ihr Lieblingsessen

Erinnern Sie sich an Ressourcen  

  • Kreativität
  • innere positive Bilder
  • positive Erfahrungen
  • Geschicklichkeit
  • Temperament
  • Sensibilität
  • Durchhaltevermögen
  • Neugier
  • Humor
  • Fantasie
  • Musik
  • Haustier
  • unterstützende Freunde
  • unterstützende Familienmitglieder
  • Wertschätzung
  • Wohnung
  • finanzielle Sicherheit
  • Arbeitsplatz
  • ein guter Arzt
  • ein guter Therapeut
  • Sozialdienst
  • Frauenhäuser
  • Nachbarschaftskontakte
  • Sportverein

Notfallkoffer für mögliche Krisen

Skills erarbeiten und eine Liste anfertigen

Auf dieser Liste sollte alles verzeichnet sein, was Ihnen je geholfen hat. Alles, was Ihnen gut tut. Ordnen Sie die Liste dann so, dass die Dinge, die besonders hilfreich sind, an den oberen Positionen stehen. Schreiben Sie aber nur konstruktive Dinge auf. Selbstverletzung zum Beispiel ist zwar für einige Menschen vermeintlich hilfreich, aber nicht konstruktiv.

Notfallkoffer packen

Am hilfreichsten ist es, wenn Sie sich nicht nur eine Liste der Dinge machen, die in Notsituationen für Sie hilfreich sein können. Packen Sie die Dinge tatsächlich ein einen Koffer. Legen Sie z.B. das Buch mit dem Lieblingsgedicht, den Lieblingsduft oder die Lieblings – CD in diesen Koffer, der jederzeit an einem gut zu erreichenden Ort bereitsteht. Es ist gut, wenn alles bereit steht, wenn es uns gerade nicht gut geht. Wir haben häufig verlernt, uns selbst Gutes zu tun und in der Situation selbst ist der Blick für das, was uns gut tun könnte, häufig verstellt.

Mögliche Dinge für den Notfallkoffer 

  • Handstein
  • Fotos
  • scharfe Bonbons
  • Duftkerze
  • Kuscheltier
  • Igelball
  • Parfum
  • Wärmflasche
  • Lieblingskekse
  • Kissen
  • ätherische Öle
  • Tagebuch
  • Stifte und Papier
  • Lieblingsmusik usw.

Ich biete Ihnen einen geschützten Raum, ein offenes Ohr und eine achtsame und wertschätzende Begleitung und heiße Sie herzlich Willkommen. Kontaktieren Sie mich gerne.